Nachtschicht

Morgens nach dem Aufstehen, viel zu früh,
doch die Gesellschaft verlangt es von dir
Siehst du in dein Spiegelbild
Ein verschwommenes Etwas, das du schon lang nicht mehr bist

Jeder Tag der gleiche Scheiß
Durchlebst die Zeit, für welchen Preis?
Jede Nacht in deinem Bett
Merkst du wie dein Leben jeden Tag stirbt...

Und wieder legst du dich in deine Badewanne
Verschließt die Augen, Wasser bedeckt dein Gesicht
Versuchst der Realität zu entfliehen
Wann ist endlich Schluss damit?

Keine Zeit für niemanden, einsam läufst du durch die Zeit
Erkennst nicht, dass dein Leben immer wieder im Kreise kreist
Kein Leben!

Ohne Elan, ganz ohne Kraft
Bist du ein Teil der sozialen "Pracht"
Ein Teil von derer, die sich selbst vernichten
Und für die Reichen auf ihr Leben verzichten

Wieder ist ein Tag vorbei
Arschlöcher kommen, Arschlöcher gehen
Ich warte auf den nächsten Tag
Um wieder neue zu sehen

Und wieder legst du dich in dein Bett
Dein Zufluchtsort, deine Katharsis, dein Exil
Versuchst die Scheiße zu vergessen
Das ist dir alles viel zu viel

Mach die Augen auf und heb den Kopf vom Tisch
Durch die Dunkelheit der Nacht fährt dein Zug nach Haus
Schlaflos schon seit Tagen, befangen schon seit Wochen
Du willst hier nur noch raus!